In der Physiotherapie gibt es selten ein einzelnes Mittel, das alles löst. Fortschritt entsteht aus Belastung, Übung und Geduld. Nur: Wenn Schmerz und Reizung zu gross sind, lässt sich kaum sinnvoll belasten. Hier kann die Low-Level-Lasertherapie ansetzen. Sie fügt keine Belastung hinzu, sondern kann Schmerz und Reizung so weit senken, dass Bewegung und Training wieder möglich werden. Dieser Beitrag behandelt den am breitesten untersuchten Einsatzbereich.
Die Low-Level-Lasertherapie ist in der muskuloskelettalen Behandlung gut untersucht. Die Datenlage fällt je nach Indikation unterschiedlich aus.
Nackenschmerzen. Eine Metaanalyse im Lancet (Chow et al., 2009) fasste 16 randomisierte Studien mit 820 Patientinnen und Patienten zusammen und berichtete eine Schmerzreduktion, die bei chronischem Nackenschmerz bis zu 22 Wochen nach Therapieende anhielt. Die Analyse wurde später wegen der Heterogenität der Studien kritisch kommentiert; die Ergebnisse sind mit Augenmass zu lesen, weisen aber konsistent in eine positive Richtung.
Kniearthrose. Hier zeigt sich, warum die Dosis entscheidet. Eine Metaanalyse von 22 placebokontrollierten Studien mit über 1000 Teilnehmenden (Stausholm et al., 2019) fand eine signifikante Schmerz- und Funktionsverbesserung – am Therapieende rund 14 mm und in der Nachbeobachtung rund 16 mm auf der visuellen Analogskala über Placebo. Grösser waren die Effekte mit den von der World Association for Laser Therapy (WALT) empfohlenen Dosen (4–8 J bei 785–860 nm bzw. 1–3 J bei 904 nm pro Punkt). Diese Dosen liegen im nahinfraroten Bereich; ein rotes 660-nm-Gerät zielt dagegen auf oberflächennahe Strukturen.
Sehnenbeschwerden. Bei Tendinopathien, etwa der Schulter, fand eine Metaanalyse (Haslerud et al., 2015) einen Nutzen, besonders in Kombination mit Übungstherapie. Auch für Achillessehne und Plantarfasziitis gibt es unterstützende Daten unterschiedlicher Qualität.
Auch die Wellenlänge gehört zum Ziel. Rotes Licht um 660 nm wirkt eher oberflächlich und eignet sich für Triggerpunkte, oberflächliche Sehnen, Narben und Akupunkturpunkte. Tiefere Strukturen werden klassischerweise mit nahinfrarotem Licht behandelt. Wellenlänge, Dosis und Aufsatz richten sich also nach dem Behandlungsziel – der HELBO Minilaser deckt das oberflächennahe, punktgenaue Spektrum ab.
Den Patientinnen und Patienten lässt sich die Methode einfach erklären: Es wird nicht warm, es sticht nicht, und sie ersetzt die Übungen nicht, sondern macht sie oft erst erträglich.
Ehrlichkeit gehört dazu. Die Low-Level-Lasertherapie ist kein Wundermittel und in den grossen Leitlinien keine Kernbehandlung der Kniearthrose. Sie ist eine nebenwirkungsarme Ergänzung, die bei richtiger Dosierung messbar helfen kann. Auch für die Muskelregeneration im Sport gibt es Forschung; dort kommen allerdings meist stärkere oder mehrflächige Systeme zum Einsatz.
In der Physiotherapie ist die Low-Level-Lasertherapie kein Ersatz für Training, sondern oft der Weg dorthin. Sie ist nebenwirkungsarm und bei korrekter Dosierung gut untersucht, am deutlichsten bei Nackenschmerzen und Kniearthrose. Den Unterschied machen bekannte Parameter, eine ausreichende Dosis und die zum Ziel passende Wellenlänge. Für oberflächliche und punktgenaue Anwendungen ist der HELBO Minilaser 3120 mit seinen Aufsätzen geeignet.
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MVB Medizintechnik AG mit Sitz in Frick ist ein spezialisierter Distributor für Kardiotokografie (CTG) in Gynäkologie und Geburtshilfe, Stosswellentherapie und Low-Level-Lasertherapie. Zum Sortiment gehört der HELBO Minilaser 3120.